Digital Maturity & Transformation Report 2017

Seit der Lancierung 2014/2015 untersuchen das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen und die Strategieberatung Crosswalk jährlich die digitale Reife von Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die nun bereits dritte Durchführung der Studie zeigt: Firmen mit einem hohen digitalen Reifegrad gehen die digitale Transformation experimentierfreudig oder mit einer klaren Strategie an, während Unternehmen mit niedrigem Reifegrad zunächst vorwiegend an ihre IT denken. Die Teilnehmerzahl wurde gegenüber dem Vorjahr um 21% gesteigert; 662 Personen aus 452 Unternehmen haben an der Studie teilgenommen und die digitale Reife ihrer Organisation gemessen.

«Das Ergebnis, dass Unternehmen mit hohem Reifegrad eine komplett andere Herangehensweise an die Digitalisierung wählen als Unternehmen mit niedriger digitaler Reife, war eine Überraschung», so Sabine Berghaus, Projektleiterin der Studie. «Es ist erkennbar, dass digital reife Firmen den Veränderungen im Zeitalter der digitalen Transformation offen und experimentierfreudig entgegentreten.» Unternehmen mit niedrigem digitalem Reifegrad hingegen lancieren zunächst verschiedene «bottom-up» Initiativen und führen diese dann erst später zusammen. Oder sie konzentrieren sich zunächst auf die Erneuerung ihrer IT-Systeme, bevor neue Geschäftsmodelle oder Innovationen systematisch vorangetrieben werden.

Die Studie zeigt auch, dass digital reife Unternehmen zufriedener und innovativer sind. Unverkennbar ist die positive Auswirkung digitaler Transformation sowohl auf die Kunden- als auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit. Unternehmen mit niedrigem digitalen Reifegrad «erahnen» immerhin die sich durch die Digitalisierung ergebenden Chancen – vor allem auf den Gebieten «Innovationsführerschaft» und «Erschliessung neuer Geschäftsfelder».

Der hohe Anteil von Abteilungs- und Geschäftsleitungsmitgliedern unter den Befragungsteilnehmern bestätigt, wie im Vorjahr, dass die digitale Transformation massgeblich von der Führungsebene getragen und vorangetrieben wird.

Insgesamt erhöhte sich der durchschnittliche Reifegrad gegenüber dem Vorjahr. Grosskonzerne (mit mehr als 10‘000 Mitarbeitenden) haben die höchsten Reifegrade; kleine Unternehmen liessen im Vergleich zum vergangenen Jahr nach und weisen nun die niedrigsten Werte auf.

Positiv beurteilen die Expertinnen Andrea Back und Sabine Berghaus die Entwicklung in der Industrie: Hier ist nicht nur die Zahl der Studienteilnehmer deutlich gewachsen, auch der digitale Reifegrad hat ordentlich zugelegt. Im Handel und in der Konsumgüterwirtschaft hingegen sind die niedrigsten Reifegrade zu beobachten. 

«Als Grund für die niedrigen Reifegrade sehen wir vor allem das fehlende (Spezial-)Wissen, wie man mit den Veränderungen, die die Digitalisierung gebracht hat und noch bringen wird, umgehen soll. Erfahrung und Fachwissen, Schlüsselfaktoren für den bisherigen Unternehmenserfolg, sind kein Garant für eine erfolgreiche Zukunft», so Tobias Lehr von Crosswalk.

Autoren Digital Maturity & Transformation Report 2017
Prof. Dr. Andrea Back & Sabine Berghaus (Institut für Wirtschaftsinformatik IWI-HSG), Bramwell Kaltenrieder (Crosswalk AG)

Ergebnisse 2017
Die dritte Auflage des Digital Maturity & Transformation Reports kann kostenlos bezogen werden: Informationen zu den Resultaten der Befragung – inklusive branchenspezifischer Auswertungen und Handlungsempfehlungen – sowie zum Modell der digitalen, können kostenlos als E-Paper bestellt werden.

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von Tobias Lehr
11. April 2017
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Tobias Lehr

/ Autor: Tobias Lehr

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