Jetzt erst recht! Strategiearbeit ist wichtiger denn je

 CROSSWALK
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In der Lockdown-Phase von Covid-19 war Feuerlöschen extrem wichtig, um die Existenz der Unternehmen zu sichern. Aber jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht vor lauter Feuerlöschen die notwendigen Investitionen in mittel- und langfristige Brandschutzmassnahmen unterlassen.

Wir erleben zurzeit, dass in vielen Unternehmen zu Gunsten von Covid-19 Sofortmassnahmen alle anderen strategischen Projekte untergeordnet oder zurückgestellt werden. Das ist falsch, denn das mittel- und langfristige Wohlergehen des Unternehmens ist mindestens genauso wichtig wie das akute Krisenmanagement. Natürlich haben wir emotional dafür Verständnis, dass es viel mehr Spass machen kann, mit Blaulicht und Martinshorn durch das Unternehmen zu fahren als systematische Strategiearbeit zu leisten. Aber die ist gerade jetzt wichtiger denn je

Strategische Projekte und unternehmerische Resilienz

Wir unterscheiden in dem Covid-19 Assessment von CROSSWALK drei Phasen der Covid-19 Auswirkungen auf Unternehmen. In der Lockdown-Phase ging es um Sofortmassnahmen wie Liquiditätssicherung, Kunden- und Mitarbeiterschutz, Krisenkommunikation, Kurzarbeit; also in der Tat ums Feuerlöschen. In der jetzt allmählich startenden Phase der Rückkehr (vermutlich für ca. 12 Monate) geht es darum, Gesundheitsvorschriften einzuhalten, den Betrieb wiederaufzunehmen oder z.B. Lieferketten zu stabilisieren. Wenn Sie so wollen: die Aufräumphase. 

In der „Neue Welt“ – Phase (die jetzt begonnen werden muss und etwa 6 bis 36 Monate dauert) geht es um etwas viel Wesentlicheres, nämlich darum, die Resilienz des Unternehmens gegen Krisen, exogene Schocks und Disruption systematisch zu steigern, und zwar in Bezug auf die Geschäftsmodelle und auch unbedingt die Unternehmenskultur. D.h. um mittel- und langfristige Brandschutzmassnahmen. Und diese Phase muss genau jetzt angegangen werden. Hier müssen jetzt die Ressourcen reingesteckt werden, denn:

«Es wäre grob fahrlässig, ausgerechnet jetzt die strategischen Projekte zurückzustellen, die genau für diese Resilienz sorgen können, die heute und auch zukünftig überlebenswichtig ist.»
Axel Kehl Managing Partner, CROSSWALK

Geschäftsmodellinnovation – damit erst gar kein Problem entsteht

Beim Thema Resilienz unterscheiden wir zwei Gruppen von Massnahmen: Eventualmassnahmen und vorbeugende Massnahmen.

Eventualmassnahmen, reduzieren den Schaden, wenn ein Problem tatsächlich auftritt. Wenn wir bei der Feuermetapher bleiben sind das z.B. Sprinkleranlagen. Weit wichtiger sind jedoch die vorbeugenden Massnahmen, also die, die dafür sorgen, dass erst gar kein Problem entsteht. In unserem Beispiel etwa ein Blitzableiter (Benjamin Franklin lässt grüssen, er hat ihn erfunden). 

Wir sind sicher, dass Covid-19 Auswirkungen auf das Geschäftsmodell/die Geschäftsmodelle jedes Unternehmens haben wird!

Deshalb ist es notwendig, systematisch alle neun Felder eines Geschäftsmodell zu analysieren:

  • Nutzenversprechen für die Kunden
  • Management der Kundenbeziehung
  • Zielgruppen
  • Vertriebskanäle
  • Partner/Lieferketten
  • Schlüsselaktivitäten
  • Ressourcen/Mitarbeiter
  • Kosten
  • Erträge

Im Anschluss geht es darum, ein Soll-Geschäftsmodell zu definieren, welches die Chancen in der Zeit nach Covid-19 nutzt.

CROSSWALK ist davon überzeugt, dass Covid-19 auf manche dieser Felder erhebliche Auswirkungen haben wird, auf andere nicht. So wird sich die Art zu arbeiten deutlich ändern ebenso wie die Art des Einkaufens von Produkten und Dienstleistungen sehr viel digitaler werden und bleiben wird. Und, das halten wir für besonders wichtig:

Diejenigen Unternehmen werden erfolgreich sein, die einen Sinn stiften und mit ihrem Purpose (das WARUM) einen Beitrag für die Gesellschaft leisten an Stelle reiner Profitorientierung.

Auf dieser Basis gilt es dann (maximal 6) Handlungsfelder für das/die Geschäftsmodell/e (also das WAS) und die Unternehmenskultur (das WIE) für die Umsetzung zu entwickeln.

Und dann wird es was, mit dem Nutzen von Chancen in der nach Covid-19 Zeit. Also: wenn nicht jetzt, wann dann?