Impact – eine Frage von «fokussierter Energie»

Wir gehen der Frage nach, wie Führungskräfte «fokussierte Energie» und damit Impact sicherstellen, erhalten oder gar steigern können.
Isabel Steinhoff
Isabel Steinhoff
5 Minuten

Die PS auf die Strasse bringen

Wir kennen die Situation: Die erfolgversprechende Strategie ist definiert, doch die eigentliche Herausforderung kommt erst jetzt – deren wirksame Umsetzung. Denn was zählt, sind Resultate. Impact. Es gilt, im Sinne der formulierten Strategie die PS auf die Strasse zu bringen. Der Schlüssel hierzu liegt bei den Führungskräften. Sie selbst müssen Wirkung erzielen und zugleich sicherstellen, dass auch ihre Mitarbeiter dies tun.

Was meinen wir mit Impact?

Bevor wir der Frage nachgehen, wie man hohen Impact erzielt, sollten wir zunächst ein gemeinsames Verständnis davon haben, was Impact genau bedeutet.

Auf Sie – lieber Leser – bezogen bedeutet Impact, dass Sie …

  • in den Must-Win-Situationen Ihr volles Potenzial abrufen
  • körperlich und mental agil, präsent und stark sind – auch und besonders in Phasen hoher Belastungen
  • auch «Energie-Spender» für Ihr berufliches und privates Umfeld sind.

Klammern wir die eher seltenen Situationen, in denen Zufall oder Glück mitmischen, einmal aus, kommt es immer dann zu Impact, wenn «fokussierte Energie» im Spiel ist. Dann ist die Qualität Ihrer Inputs und Entscheidungen, Ihre Überzeugungskraft in Meetings und Kunden-Präsentationen hoch.

Bleibt also die Frage, wie «fokussierte Energie» und damit Impact sichergestellt, erhalten oder gar gesteigert werden kann. Die Antwort: Mit gezieltem «Impact Management» und einer «Impact Culture».

Impact Management

Die Erfolgsformel «Fokus x Energie»

Führungskräfte müssen Tag für Tag ein Performance-Mindset demonstrieren und für hohe, nachhaltige Energie sorgen – bei sich und Ihren Mitarbeitern. Das funktioniert nur durch das Zusammenwirken von Fokus & Energie. Die Grafik zeigt, wozu eine schwache Ausprägung von Fokus und/oder Energie führt. Führungskräfte sind somit doppelt gefordert: sie müssen sowohl «Fokus» als auch «Energie» sicherstellen.

Der Schlüsselfaktor für Impact und dauerhaften Erfolg ist die Fähigkeit, seine Energie auf die wichtigsten Ziele zu fokussieren – in Beruf, Freizeit und in der Familie.

Auch Sie werden sich nun fragen, warum Akademien und Business Schools Fokus & Energie und damit Impact nicht in ihrem Lehrstoff berücksichtigen. Weil sie – wie die meisten Unternehmen – einfach davon ausgehen, dass Führungskräfte in Bestform sind, dauerhaft fokussiert und mit Energie an den wichtigen Themen arbeiten. Das ist jedoch ein Trugschluss! Dabei können Fokus & Energie den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb machen. Und die Investitionen in klassische Management-Trainings erst wirklich zum Tragen bringen.

Möchten Sie wissen, wo Sie persönlich hinsichtlich Fokus & Energie stehen?

Dann nutzen Sie einfach unseren kurzen Self-Check – und erfahren Sie, wie Sie Ihren Impact in Beruf, Familie und Freizeit erhöhen können.

Impact Self-Check machen

Impact Culture

So transformational wie möglich, so transaktional wie nötig

Häufig wird angenommen, Führungspersönlichkeiten könnten Ihre Teams allein durch Charisma aktivieren. Auch dies ein Trugschluss – eine Hochleistungs-Organisation kann nur durch die Entwicklung einer Impact Culture entstehen.

Organisationen mit einer Impact Culture haben keine Mitarbeiter – sie haben Fans. Wer hier arbeitet, empfindet Stolz und Commitment, spricht auch im privaten Kreis positiv über seinen Arbeitgeber. Und sieht einen Sinn darin, sich selbst Höchstleistungen abzuverlangen. Oft lässt eine Impact Culture vermeintlich träge Mitarbeiter nach einem Arbeitsplatzwechsel förmlich aufblühen.

Impact Cultures zeichnen sich durch ausgeprägte transformationale Fähigkeiten aus:

  • Orientierung an einer gemeinsamen Vision
  • Commitment und Identifikation im Team durch sinnstiftende Zielbilder von Abteilungen und Bereichen
  • Die Intelligenz des Kollektivs wird genutzt, Strategiearbeit erfolgt in cross-funktionalen und cross-hierarchischen Teams bottom-up

Kultur ist gestaltbar – Also: Raus aus der Komfortzone!

Wenn Kultur die «Summe von Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Menschen einer Organisation» ist, gilt es, Fähigkeiten, Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu entwickeln, die nachhaltig Leistungsfähigkeit und Zielerreichung der Mitarbeiter fördern. Und so helfen, Vision und Strategien bestmöglich umzusetzen. Genau dann sprechen wir von einer Impact Culture.

Kultur ist gestaltbar, doch verursacht die Änderung von Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Einstellungen psychologische Kosten. Es «kostet» persönliche Überwindung und weckt Unsicherheiten und Versagensängste. Zudem spricht die eigene Bequemlichkeit dafür, so zu bleiben, wie man ist.

Veränderungen gelingen am besten bei Veränderungsdruck. Herrscht keine existenzbedrohende Krise, muss das Gleichgewicht durch eine gezielte Irritation gestört werden – hier ist «provokative Intelligenz» gefragt. Entscheidender Antreiber für Kulturveränderungen ist die Einsicht, dass die Fortsetzung des Bisherigen nicht mehr dazu führt, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Stärken Sie Ihre transformationale Kultur

Transaktionale Organisationen neigen zu einer Verwaltung des Status quo. Und gelten hinsichtlich der Entfaltung von Intelligenz, Kreativität und Innovationskraft transformationalen Kulturen als unterlegen. Wir fokussieren daher auf die transformationalen Kulturelemente – sie schaffen eine positive Einstellung zu Veränderungen und sind die Treiber für Höchstleistungen und Impact. Doch die Entwicklung einer transformationalen Kultur braucht Mut, Vertrauen und Risikobereitschaft. Weil sie dem Einzelnen ein möglichst grosses Mass an Freiheit einräumt ...

Übrigens: Welche 10 Facetten eine Unternehmenskultur ausmachen, erfahren Sie hier.

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